Klettern macht Freude und wirkt!

Klettern mit Parkinson? Klettern als ältere/r Betroffene/r! Es ist möglich, macht Freude und wirkt!

Klettern hebt die Stimmung, wirkt kräftigend, fördert die Beweglichkeit, das Gleichgewicht die Feinmotorik und die Koordination und – für viele ist an der Kletterwand motorisch möglich, was am Boden beim Gehen schon schwer fällt …

In Wien gibt es in der Kletterhalle Wien (1220) und in der Kletterhalle Marswiese (1170) Kletterkurse für Menschen jeden Alters, die an Parkinson erkrankt sind. Professionell und empathisch geleitet vom Initiator Markus Pisecker – wir werden beim Klettern gefordert, aber nicht überfordert, ermutigt und können wunderbare, für Seele und Körper stärkende Erfahrungen machen.

Einstieg in die Kurse ist jederzeit möglich!

Weitere Informationen:

https://www.neuroklettern.at/Leistungen/Klettern-mit-Parkinson,-MS-und-Schlaganfall/

Zeit haben bzw. Zeit nehmen für Bewegung und Entspannung

Bewegung ist wichtig. Das ist uns bewusst. Generell wichtig. Für Menschen, die an Parkinson erkrankt sind, besonders wichtig. Um die Beweglichkeit zu erhalten. Bewegung hebt auch die Stimmung.

Und Entspannung ist wichtig. Generell. Und für Menschen mit Parkinson ganz besonders.

Beides können wir immer und überall lesen, wenn es um Parkinson geht.

Die Frage ist: Wann bleibt dir Zeit für Bewegung? Und für Entspannung? Im hektischen Alltag, von dem alle betroffen sind. Und dazu die Erkrankung. Sie läßt uns schneller erschöpft sein als gesunde Menschen. Woher nach einem anstrengenden Arbeitsalltag also die Kraft für Bewegung nehmen? Erschöpft und mit Schmerzen lege ich mich auch lieber ins Bett als zu meditieren oder andere Entspannungsmethoden anzuwenden – die alle auch irgendwie Überwindung kosten.

Ich habe den Erfahrungsbericht von Holger gelesen. Zum Thema Arbeit schreibt er unter anderem: „(….) Ich bin dann nach meiner Krankschreibungsphase langsam zunächst bis zu vier Stunden täglich wieder in den Beruf eingestiegen und habe dann weiter Teilzeit gearbeitet. (…) Die Arbeit ist für mich sehr wichtig. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, sie wegen der Erkrankung aufzugeben. Im Gegenteil, ich bin viel engagierter als früher. Und die Arbeit macht mir viel Spaß. Am Schreibtisch sind wir alle gleich. Wir machen alle den gleichen Job und das genieße ich. Auch dass ich nur einen halben Tag arbeite, ist mittlerweile wie eine Befreiung für mich, weil es meinem Leistungsvermögen entspricht und mich vor Erschöpfungszuständen bewahrt.“ (https://www.gesundheitsinformation.de/parkinson-krankheit-erfahrungsbericht-holger.2861.de.html)

Ja, Holger hatte Glück. Er hat einen Arbeitgeber, der Verständnis für seine Situation hatte und mit ihm überlegt hat, wie er seinen Arbetsplatz behalten kann. Und er lebt in Deutschland – wo es mehr Möglichkeiten für Teilzeitarbeit chronisch erkrankter Menschen gibt.

Aber Holger hat auch selbst gesehen, dass er was verändern muss. Dass er nicht einfach weitermachen kann wie bisher.

Ich habe viel nachgelesen über das Thema Parkinson und Persönlichkeit. Was immer wieder zu lesen ist, sind die Themen Stress, innere Unruhe und sich unersetzlich fühlen. Gerade letzteres hindert mich vielleicht auch immer wieder daran im Alltag zu reduzieren – der gesundheit Willen. Natürlich gibt es auch Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen arbeiten müssen (!), die kein Netz haben, das sie auffängt, die es sich einfach nicht leisten können, weniger zu arbeiten. Dann gibt es aber auch die Grenzfälle, wo sich die Frage stellt: Wie viel muss ich eigentlich wirklich verdienen für ein gutes Leben?

Oft ginge es auch nur darum, die passende Form der Bewegung und Entspannung zu finden. Bewegung und Entspannung, die dir persönlich Spaß macht. Die du in deinen Alltag integrieren kannst.

Ich hatte ein solches AHA-Erlebnis mit dem Thema Yoga, Meditation, Qigong. Schon lange, lange vor der Diagnose, strebte ich danach, konsequent auch zuhause Yoga zu üben und nicht nur im Kurs, und zuhause zu meditieren. Doch ich finde zuhause dafür nicht die innere Ruhe. Auch die Räumlichkeiten, Kinderspielzeug hier und dort, sind nicht dazu angetan, mir diesen Schritt zu erleichtern. Ich überlegte die letzten Monate hin und her, wo und wie ich mir einen Raum schaffen könnte, der es mir erleichtern würde, Ruhe zu finden, Yoga zu üben, zu meditieren.

Und dann habe ich Guolin Qigong kennen gelernt. Es ist einfach so in mein Leben geschneit. Eine Gehmeditation im Freien. Für mich war gleich klar: Das ist mein Weg. Guolin Qigong ist für mich die Möglichkeit, regelmäßig selbst was für meinen Körper und meinen Geist zu tun. Ich bin gerne im Freien. Ich brauche mir keinen Platz schaffen. Im Gehen kann ich besser abschalten. Und das Beste – ich kann es überall üben. Zwischen zwei Terminen eine Stunde Wartezeit. Goulin QiGong. In der verlängerten Mittagspause. Guolin Qigong. Statt einem Abendspaziergang. Guolin QiGong. Es gibt viele Möglichkeiten, bei denen ich mir einfach einmal eine halbe Stunde dafür Zeit nehmen kann.

Es gibt drei wesentliche Faktoren, die es uns leichter machen, uns Zeit für Bewegung und Entspannung zu nehmen: Die Sportart und Entspannungsmethode muss zu uns persönlich passen und uns Spaß machen. Sie muss sich gut in den Alltag integrieren lassen. Und wir müssen diesen beiden Dingen eine Wichtigkeit zuschreiben.

Parkinson-Fatigue

Wer von euch kennt das noch? Eine bleierne Müdigkeit am Nachmittag. Manchmal wirds besser durch Schlaf. Manchmal nicht. Da würde ich dann am liebsten gar nimmer aufstehen.

Parkinson – Fatigue also… als „Fatigue-Syndrom“ wird in der Medizin eine schwere, immer wieder auftretende Müdigkeit bezeichnet. Diese kann schon in einem frühen Stadium der Erkrankung auftreten.

Die Ursachen für diese Müdigkeit sind bei Parkinson vielfältig bzw. sind diese medizinisch zum Teil auch unklar. Jedenfalls spielen viele Faktoren zusammen. Veränderungen innerhalb des zentralen Nervensystems, erhöhte Anstrengung des Körpers durch Muskelsteifigkeit und Tremor, Müdigkeit als Begleiterscheinung von Depression oder aber eine Nebenwirkung von Dopamin-Agonisten, …

Was hilft im Umgang mit diesen Erschöpfungszuständen? Adäquate Alltagsstrukturierung mit ausreichend Auszeiten, moderates Ausdauertraining, Krafttraining sowie Entspannungstechniken und Stressmanagement.

Was hilft Euch? Schlaf, Aktivität, andere/höhere Medikation? Ist die Müdigkeit gleich bleibend oder schwankend? Wurde sie im Laufe der Erkrankung stärker?

Motorikpark – Kraft und Koordination

Du hast wenig Zeit für oder wenig Freude an Krafttraining oder Übungen, die die Beweglichkeit und Koordination fördern? Der Besuch in einem der beiden Motorikparks in Wien zahlt sich aus! Es macht Spaß sich in niedriger Höhe an Seilen, schaukelnden Leitern und Plateaus entlangzuhanteln oder auf wackeligen Parcours zu balancieren. Die Zeit vergeht wie im nu und schon ist was Gutes für den Körper und auch die Psyche getan. Wer Kinder oder Enkelkinder hat, kann diese gleich mitnehmen.

Der Motorikpark im 10. Bezirk liegt günstig im Sonnwendviertel Nähe Hauptbahnhof, ist klein und überschaubarer. Und ganz in der Nähe kann man/frau bei einem „Der Mann“ bei einem Kaffee das Training gemütlich ausklingen lassen.

http://www.motorikpark-wien.at/index.php/stationenhzp

Im 22. Bezirk gibt es einen sehr großen Motorikpark – mit vielerlei unterschiedlichen Balancier- und Klettermöglichkeiten.

http://www.motorikpark-wien.at/index.php/stationen

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Austausch bringt’s

Mein erstes Treffen mit einem Mann gleichen Alters, der auch an Parkinson erkrankt ist. Der auch ein noch relativ junges Kind hat. Zeitpunkt der Diagnose und Verlauf ähnlich . Beim Gehen lässt es sich gut reden. Wie war der Weg bis zur Diagnose, Medikation, ärztliche Versorgung, alternative Wege, die unterstützend beschritten werden. Was sage ich den Kindern, wie gehen diese damit um? Erfahrungen aus der Arbeitswelt. Fühlen sich deine Beine auch schwer an? Kennst du auch diese plötzliche Müdigkeit/Erschöpfung? Dieses vermehrte Bedürfnis nach Rückzug?

Das Gespräch war spannend. Es hat neue Impuse gesetzt. Reden ist wichtig.

Pflanzliche Wirkstoffe, TCM, Yoga und was noch?

Viele von uns Betroffenen fragen sich, was sie außer der schulmedizinischen Medikation tun können, um Symptome zu lindern oder sogar das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Wir suchen im Internet und suchen den Austausch mit anderen Betroffenen.

Wir hören und lesen natürlich von gesunder Ernährung, der Bedeutung von körperlicher Aktivität und von ausreichendem Schlaf. Für die meisten von uns (mehr oder weniger) machbar und meist auch mit überschaubaren Kosten verbunden.

Entspannung und Lebensfreude/Humor … kostenlos bzw. kostengünstig zu haben und recht eindeutig hilfreich – allerdings individuell beziehungsweise situationsabhängig oft schwer umsetzbar?

Komplizierter (und teuer) wird es dann schon, wenn die Rede auf den gezielten Einsatz von pflanzlichen Wirkstoffen kommt … Hanf und Omega-3-Fettsäuren sind die bekannteren , aber bei meinen Recherchen bin ich auch auf Wirksstoffe wie Weihrauch, Kurkuma, Resveratrol aus roten Trauben oder das grüne-Tee-Extrakt EGCG sowie Nikotin und Hopfen gestoßen.

Hier stellt sich für viele von uns die Frage…wem und was sollen wir glauben? In welche Wirkstoffe investieren?

Und dann gibt es ja noch die Homöopathie und TCM sowie Yoga, Qi Gong, Tai Chi und vieles mehr…

Austausch über diese und vielleicht ganz andere alternative Therapiemöglichkeiten kann auch hier stattfinden.

Es geht aber auch um Fragen wie: Wie geht ihr mit Schlafstörungen um? Wie schafft ihr es, ausreichende körperliche Aktivität in einen vollen Alltag mit Familie, Beruf, Freunden zu integrieren?

Ich freue mich über eure Beiträge!