Fotografische Rätsel

Ein Fisch schwimmt durchs Korallenmeer,
die Wiesenblumen leuchten sehr.
Zwischen Gräsern liegen zwei Steine –
auf einem ein Glückskäfer streckt seine Beine.
Sechs Schmetterlinge – und deren halbe Zahl Schnecken mit Haus;
die grüne Ente sucht sich fünf Perlen aus.
Gar zierlich und klein sind die Kapseln des Mohn –
hast du sie gefunden schon?
Und siehst du das Motorrad hinten im Grün?
Es hier abzustellen, ist ganz schön kühn!

Ein Auszug aus dem fotografischen Rätselbuch „aufeinander. nebeneinander. miteinander“, das in Kürze im Eigenverlag erscheinen wird (vgl Blogbeitrag vom 8. Oktober 2020)

Gerade für Menschen mit Parkinson ist dieses Buch eine gute Sache. Lustvolles Gehirntraining kombiniert mit schönen Bildern, die der Seel guttun. Und das Buch macht Lust auf Austausch mit anderen – welche Lösungen sie finden, was sie in den Bildern sehern.

Viel Freude beim Betrachten, Eintauchen und Rätseln!


Rätseln – Entdecken-Eintauchen

Im letzten Beitrag habe ich erwähnt, dass ich begonnen habe, mit meinen Kindern fotografische Suchbilder zu gestalten. Was ist ein halbes Jahr später daraus geworden? Ein Buch – das voraussichtlich nächste Woche in Druck geht!

Aus einer Beschäftigung mit den Kindern ist recht bald eine Leidenschaft geworden, etwas, das ich weiterentwickeln wollte. Die Freude meines Umfeldes an den Bildern motivierte mich weiterzumachen. Und schon bald entstand der Plan, ein Buch herauszugeben. Ich wollte möglichst bald erfahren, ob meine Bilder auch ein breiteres Publikum ansprechen – und wenn ja, welche Personengruppen.

Gesagt getan – ich gestaltete, fotografierte, eignete mir Wissen über Fotobearbeitung und grafische Bearbeitung an. Dank der tatkräftigen Unterstützung von Freundinnen und Begeisterung über mein Projekt zog ich das Projekt durch. Und nun ist es fertig – und geht nächste Woche in Druck.

aufeinander. nebeneinander. miteinander. ist mehr als ein fotografisches Rätselbuch zum lustvollen Gehirntraining. Es ist Nahrung für die Seele und Gesprächsimpuls. Und für manche auch ein Weg in die Vergangenheit.

Neugierig? Ich auch!

Ich möchte dran bleiben – und vielleicht tut sich mit weiteren fotografischen Projekten dieser und ähnlicher Art ein neues berufliches Standbein auf. Ein Standbein, das ich trotz der Erkrankung gut ausüben kann. Ich kann arbeiten, wenn ich mich stark fühle und pausieren, wenn die Müdigkeit zu groß wird. Und das Schöne daran – diese Art von Arbeit gibt auch viel Kraft!

Corona – wie erlebe ich den shutdown?

Vor kurzem habe ich mit zwei Freundinnen geskyped – spannend war, wie unterschiedlich sich das Kontaktverbot im Zuge von Corona auf unser Leben auswirkt, alle drei leben wir in vollkommen unterschiedlichen Lebenszusammenhängen. Für manche bedeuten diese Lebensumstände Gefühle der Einsamkeit und Angst, für manche großen beruflichen Stress oder Stress durch die Kombination von home-office und home-schooling. Manche genießen die Zeit, die ihnen als Familie gemeinsam geschenkt wird, manche nutzen die Zeit zur Innenschau.

Meine erste Reaktion vor nunmehr fast vier Wochen, als ich von der Schließung von Kindergarten und Schule hörte, war Leugnung und Panik. Das kann nicht sein. Wie werde ich nun genügend Zeit haben für meine Therapien, meine Bewegung und die Ruhe, die ich dringend brauche? Was ist mit meinen beruflichen Plänen – wie soll ich diese weiterverfolgen?

Inzwischen hat sich so gut wie alles in meinem Leben geändert. Ich habe keine Physio- und Ergotherapie mehr, keinen Kletterkurs und keinen Qi Gong-Kurs. Bewegung und Training für die Feinmotorik habe ich dennoch genug. Ich gehe sehr viel laufen und mit den Smovey-Ringen spazieren, mache dank der vom Qi Gong Lehrer erstellten Videos täglich Qi Gong, spiele viel Klavier und habe angefangen, gemeinsam mit den Kindern solche Suchbilder wie oben zu erstellen – etwas, was ich schon seit langem machen wollte. Gut für die Feinmotorik und auch für die Seele. Ich arbeite viel im Garten und koche und backe viel – seit Wochen essen wir als Familie täglich drei Mahlzeiten zusammen, was wir sonst nur am Wochenende und im Urlaub machen. Ich genieße es, frei von Terminen einfach jeden Tag in den Tag hineinzuleben. Mein Verlangen nach Außenkontakt hält sich in Grenzen. Ja, home-schooling ist sehr anstrengend. Gleichzeitig auch ein Geschenk, meinen achtjährigen Sohn einige Wochen intensiv beim Lernen begleiten zu dürfen. Die Kinder spielen so viel zusammen wie noch nie, wachsen zusammen.

Wissend, dass dies alles eine zeitliche Begrenzung hat, genieße ich diese Zeit, versuche auf das zu schauen, was uns als Familie und mir als Person durch diese außerordentlichen Umstände geschenkt wird. Und all das in dem Bewusstsein, dass wir in dieser Zeit in einer privilegierten Situation sind – in Mitteleuropa, am Land in einem Haus mit großem Garten lebend.

Wenn ich aber den Blick vom Privaten nach außen richte, sehe ich: die gesamtgesellschaftlichen Umwälzungen sind enorm.

Die Beschäftigung mit den gesamtgesellschaftlichen Konsequenzen des „shutdown“ kann Angst machen. Kann aber auch Kraft geben. Kann den Blick wieder schärfen. Ist eigentlich unerlässlich. Aus diesem Grund sind Außenkontakte mit Menschen, die weit und quer denken, extrem wichtig – auch wenn sich, wie oben beschrieben, mein Verlangen nach Außenkontakt größtenteils in Grenzen hält.

In jedem Fall ist dieser „shutdown“ eine Zäsur – für mich individuell und für die gesamte Gesellschaft. Was wir, innen und außen, daraus machen, hängt (nicht nur, aber zu einem großen Teil) von uns ab!

Klettern macht Freude und wirkt!

Klettern mit Parkinson? Klettern als ältere/r Betroffene/r! Es ist möglich, macht Freude und wirkt!

Klettern hebt die Stimmung, wirkt kräftigend, fördert die Beweglichkeit, das Gleichgewicht die Feinmotorik und die Koordination und – für viele ist an der Kletterwand motorisch möglich, was am Boden beim Gehen schon schwer fällt …

In Wien gibt es in der Kletterhalle Wien (1220) und in der Kletterhalle Marswiese (1170) Kletterkurse für Menschen jeden Alters, die an Parkinson erkrankt sind. Professionell und empathisch geleitet vom Initiator Markus Pisecker – wir werden beim Klettern gefordert, aber nicht überfordert, ermutigt und können wunderbare, für Seele und Körper stärkende Erfahrungen machen.

Einstieg in die Kurse ist jederzeit möglich!

Weitere Informationen:

https://www.neuroklettern.at/Leistungen/Klettern-mit-Parkinson,-MS-und-Schlaganfall/

Zeit haben bzw. Zeit nehmen für Bewegung und Entspannung

Bewegung ist wichtig. Das ist uns bewusst. Generell wichtig. Für Menschen, die an Parkinson erkrankt sind, besonders wichtig. Um die Beweglichkeit zu erhalten. Bewegung hebt auch die Stimmung.

Und Entspannung ist wichtig. Generell. Und für Menschen mit Parkinson ganz besonders.

Beides können wir immer und überall lesen, wenn es um Parkinson geht.

Die Frage ist: Wann bleibt dir Zeit für Bewegung? Und für Entspannung? Im hektischen Alltag, von dem alle betroffen sind. Und dazu die Erkrankung. Sie läßt uns schneller erschöpft sein als gesunde Menschen. Woher nach einem anstrengenden Arbeitsalltag also die Kraft für Bewegung nehmen? Erschöpft und mit Schmerzen lege ich mich auch lieber ins Bett als zu meditieren oder andere Entspannungsmethoden anzuwenden – die alle auch irgendwie Überwindung kosten.

Ich habe den Erfahrungsbericht von Holger gelesen. Zum Thema Arbeit schreibt er unter anderem: „(….) Ich bin dann nach meiner Krankschreibungsphase langsam zunächst bis zu vier Stunden täglich wieder in den Beruf eingestiegen und habe dann weiter Teilzeit gearbeitet. (…) Die Arbeit ist für mich sehr wichtig. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, sie wegen der Erkrankung aufzugeben. Im Gegenteil, ich bin viel engagierter als früher. Und die Arbeit macht mir viel Spaß. Am Schreibtisch sind wir alle gleich. Wir machen alle den gleichen Job und das genieße ich. Auch dass ich nur einen halben Tag arbeite, ist mittlerweile wie eine Befreiung für mich, weil es meinem Leistungsvermögen entspricht und mich vor Erschöpfungszuständen bewahrt.“ (https://www.gesundheitsinformation.de/parkinson-krankheit-erfahrungsbericht-holger.2861.de.html)

Ja, Holger hatte Glück. Er hat einen Arbeitgeber, der Verständnis für seine Situation hatte und mit ihm überlegt hat, wie er seinen Arbetsplatz behalten kann. Und er lebt in Deutschland – wo es mehr Möglichkeiten für Teilzeitarbeit chronisch erkrankter Menschen gibt.

Aber Holger hat auch selbst gesehen, dass er was verändern muss. Dass er nicht einfach weitermachen kann wie bisher.

Ich habe viel nachgelesen über das Thema Parkinson und Persönlichkeit. Was immer wieder zu lesen ist, sind die Themen Stress, innere Unruhe und sich unersetzlich fühlen. Gerade letzteres hindert mich vielleicht auch immer wieder daran im Alltag zu reduzieren – der gesundheit Willen. Natürlich gibt es auch Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen arbeiten müssen (!), die kein Netz haben, das sie auffängt, die es sich einfach nicht leisten können, weniger zu arbeiten. Dann gibt es aber auch die Grenzfälle, wo sich die Frage stellt: Wie viel muss ich eigentlich wirklich verdienen für ein gutes Leben?

Oft ginge es auch nur darum, die passende Form der Bewegung und Entspannung zu finden. Bewegung und Entspannung, die dir persönlich Spaß macht. Die du in deinen Alltag integrieren kannst.

Ich hatte ein solches AHA-Erlebnis mit dem Thema Yoga, Meditation, Qigong. Schon lange, lange vor der Diagnose, strebte ich danach, konsequent auch zuhause Yoga zu üben und nicht nur im Kurs, und zuhause zu meditieren. Doch ich finde zuhause dafür nicht die innere Ruhe. Auch die Räumlichkeiten, Kinderspielzeug hier und dort, sind nicht dazu angetan, mir diesen Schritt zu erleichtern. Ich überlegte die letzten Monate hin und her, wo und wie ich mir einen Raum schaffen könnte, der es mir erleichtern würde, Ruhe zu finden, Yoga zu üben, zu meditieren.

Und dann habe ich Guolin Qigong kennen gelernt. Es ist einfach so in mein Leben geschneit. Eine Gehmeditation im Freien. Für mich war gleich klar: Das ist mein Weg. Guolin Qigong ist für mich die Möglichkeit, regelmäßig selbst was für meinen Körper und meinen Geist zu tun. Ich bin gerne im Freien. Ich brauche mir keinen Platz schaffen. Im Gehen kann ich besser abschalten. Und das Beste – ich kann es überall üben. Zwischen zwei Terminen eine Stunde Wartezeit. Goulin QiGong. In der verlängerten Mittagspause. Guolin Qigong. Statt einem Abendspaziergang. Guolin QiGong. Es gibt viele Möglichkeiten, bei denen ich mir einfach einmal eine halbe Stunde dafür Zeit nehmen kann.

Es gibt drei wesentliche Faktoren, die es uns leichter machen, uns Zeit für Bewegung und Entspannung zu nehmen: Die Sportart und Entspannungsmethode muss zu uns persönlich passen und uns Spaß machen. Sie muss sich gut in den Alltag integrieren lassen. Und wir müssen diesen beiden Dingen eine Wichtigkeit zuschreiben.

Parkinson-Fatigue

Wer von euch kennt das noch? Eine bleierne Müdigkeit am Nachmittag. Manchmal wirds besser durch Schlaf. Manchmal nicht. Da würde ich dann am liebsten gar nimmer aufstehen.

Parkinson – Fatigue also… als „Fatigue-Syndrom“ wird in der Medizin eine schwere, immer wieder auftretende Müdigkeit bezeichnet. Diese kann schon in einem frühen Stadium der Erkrankung auftreten.

Die Ursachen für diese Müdigkeit sind bei Parkinson vielfältig bzw. sind diese medizinisch zum Teil auch unklar. Jedenfalls spielen viele Faktoren zusammen. Veränderungen innerhalb des zentralen Nervensystems, erhöhte Anstrengung des Körpers durch Muskelsteifigkeit und Tremor, Müdigkeit als Begleiterscheinung von Depression oder aber eine Nebenwirkung von Dopamin-Agonisten, …

Was hilft im Umgang mit diesen Erschöpfungszuständen? Adäquate Alltagsstrukturierung mit ausreichend Auszeiten, moderates Ausdauertraining, Krafttraining sowie Entspannungstechniken und Stressmanagement.

Was hilft Euch? Schlaf, Aktivität, andere/höhere Medikation? Ist die Müdigkeit gleich bleibend oder schwankend? Wurde sie im Laufe der Erkrankung stärker?

Motorikpark – Kraft und Koordination

Du hast wenig Zeit für oder wenig Freude an Krafttraining oder Übungen, die die Beweglichkeit und Koordination fördern? Der Besuch in einem der beiden Motorikparks in Wien zahlt sich aus! Es macht Spaß sich in niedriger Höhe an Seilen, schaukelnden Leitern und Plateaus entlangzuhanteln oder auf wackeligen Parcours zu balancieren. Die Zeit vergeht wie im nu und schon ist was Gutes für den Körper und auch die Psyche getan. Wer Kinder oder Enkelkinder hat, kann diese gleich mitnehmen.

Der Motorikpark im 10. Bezirk liegt günstig im Sonnwendviertel Nähe Hauptbahnhof, ist klein und überschaubarer. Und ganz in der Nähe kann man/frau bei einem „Der Mann“ bei einem Kaffee das Training gemütlich ausklingen lassen.

http://www.motorikpark-wien.at/index.php/stationenhzp

Im 22. Bezirk gibt es einen sehr großen Motorikpark – mit vielerlei unterschiedlichen Balancier- und Klettermöglichkeiten.

http://www.motorikpark-wien.at/index.php/stationen

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Austausch bringt’s

Mein erstes Treffen mit einem Mann gleichen Alters, der auch an Parkinson erkrankt ist. Der auch ein noch relativ junges Kind hat. Zeitpunkt der Diagnose und Verlauf ähnlich . Beim Gehen lässt es sich gut reden. Wie war der Weg bis zur Diagnose, Medikation, ärztliche Versorgung, alternative Wege, die unterstützend beschritten werden. Was sage ich den Kindern, wie gehen diese damit um? Erfahrungen aus der Arbeitswelt. Fühlen sich deine Beine auch schwer an? Kennst du auch diese plötzliche Müdigkeit/Erschöpfung? Dieses vermehrte Bedürfnis nach Rückzug?

Das Gespräch war spannend. Es hat neue Impuse gesetzt. Reden ist wichtig.

Pflanzliche Wirkstoffe, TCM, Yoga und was noch?

Viele von uns Betroffenen fragen sich, was sie außer der schulmedizinischen Medikation tun können, um Symptome zu lindern oder sogar das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Wir suchen im Internet und suchen den Austausch mit anderen Betroffenen.

Wir hören und lesen natürlich von gesunder Ernährung, der Bedeutung von körperlicher Aktivität und von ausreichendem Schlaf. Für die meisten von uns (mehr oder weniger) machbar und meist auch mit überschaubaren Kosten verbunden.

Entspannung und Lebensfreude/Humor … kostenlos bzw. kostengünstig zu haben und recht eindeutig hilfreich – allerdings individuell beziehungsweise situationsabhängig oft schwer umsetzbar?

Komplizierter (und teuer) wird es dann schon, wenn die Rede auf den gezielten Einsatz von pflanzlichen Wirkstoffen kommt … Hanf und Omega-3-Fettsäuren sind die bekannteren , aber bei meinen Recherchen bin ich auch auf Wirksstoffe wie Weihrauch, Kurkuma, Resveratrol aus roten Trauben oder das grüne-Tee-Extrakt EGCG sowie Nikotin und Hopfen gestoßen.

Hier stellt sich für viele von uns die Frage…wem und was sollen wir glauben? In welche Wirkstoffe investieren?

Und dann gibt es ja noch die Homöopathie und TCM sowie Yoga, Qi Gong, Tai Chi und vieles mehr…

Austausch über diese und vielleicht ganz andere alternative Therapiemöglichkeiten kann auch hier stattfinden.

Es geht aber auch um Fragen wie: Wie geht ihr mit Schlafstörungen um? Wie schafft ihr es, ausreichende körperliche Aktivität in einen vollen Alltag mit Familie, Beruf, Freunden zu integrieren?

Ich freue mich über eure Beiträge!